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Diese Klasse ist eine reine Konstruktionsklasse mit nur sehr wenigen einschränkenden Regeln. Die Boote sind so auch beispielsweise weder in der Länge noch in der Rigghöhe begrenzt. Die Klassenregeln, basierend auf Regeln von 1887, definieren die maximale Segelfläche in Abhängigkeit von der Wasserlinienlänge. Dadurch haben Boote mit großer Wasserlinienlänge kleinere Segel als kurze Boote. Desweiteren sind die Regeln sehr offen gehalten und erlauben somit die wohl schnellsten Einrumpf-Boote im Bereich des Modellsegelns zu entwickeln.
Diese Modellsegelklasse, die es numehr seit mehr als 120 Jahren gibt, erlebt derzeit nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit und in einigen Überseeländern einen Aufschwung, der dieser schönen und interessanten Klasse nur gerecht wird.
In Deutschland darf man mit Fug und Recht behaupten, daß es dem RC Segel-Yacht-Club Krefeld e.V. zu verdanken ist, daß es in dieser Klasse nach wie vor viele interessierte Aktive in Deutschland gibt.
Dieses hat uns bewogen, einen 10R aufzulegen, der für die häufig in Deutschland und Mitteleuropa auftretenden leichten Windbedingungen optimiert ist. Mit Graham Bantock haben wir einen der erfahrensten und erfolgreichsten Konstrukteure als Designer gewinnen können.
Im Konstruktionsprozess stand die Optimierung auf leichten Wind im Vordergrund ohne dabei das gesamte Einsatzspektrum außer Acht zu lassen. Primäres Ziel hierbei war, einen 10R zu schaffen, der unter allen Windbedingungen einem als 10R vermessenen Marblehead Boot überlegen sein soll. Ergebnis ist ein Schiff mit einer Gesamtlänge von 148 cm und einer Wasserlinienlänge von 119 cm. Diese Wasserlinie erlaubt es, deutlich mehr Segelfläche als auf einem als 10R vermessenen M-Boot zu verwenden, wobei die größere Gesamtlänge bei zunehmendem Wind ein höheres Geschwindigkeitspotenzial mit sich bringt. Somit sollte die Domäne der M-Boote mit 10R-Vermessungsrigg bei wenig Wind Vergangenheit sein, da das Gesamtgewicht unseres Designs trotz der größeren Gesamtlänge sehr ähnlich dem eines M-Bootes sein wird. Wichtig war uns ferner, dass dieses Boot sowohl konventionell geriggt, als auch mit Swingrigg ausgerüstet werden kann. Beide Riggarten haben unterschiedliche Stärken und Schwächen die ihre Anhänger zu schätzen wissen. Unser 10R ist damit z.Zt. der einzige kommerziell Verfügbare, der diese Flexibilität bietet.
Im Hinblick auf die Fertigung arbeiten wir mit erfahrenen Partnern aus dem Compositbau zusammen. Im Zuge der Produktionsplanung wurden konventionelle nass-in-nass- und prepreg-Verfahren verglichen, wobei die technischen Aspekte mit den entstehenden Kosten verglichen wurden.
Wir sind glücklich, nach einem langen Prozeß nunmehr einen aüßerst zuverlässigen Partner gefunden zu haben, der die nun gewählte Carbon-Prepreg Bauweise zu einem konkurrenzfähigen Preis darstellen kann. Sie profitieren also nunmehr von der derzeit bestmöglichen Bauweise hinsichtlich Gewicht und Festigkeit. Die Rümpfe werden bei unvorstellbaren 6 bar und 170 Grad C regelrecht gebacken!
Darüberhinaus bedienen wir uns bei den Anhängen (Ruder, Kielschwert und Kielbombe) bereits am Markt verfügbarer, hervorragender Teile, was weitere Entwicklungskosten spart und darüberhinaus das Gesamtkonzept sehr flexibel lässt. In Abstimmung mit dem Eigner können somit persönliche Präferenzen und auch das Budget berücksichtigt werden.